ADEFRA ist in erster Linie eine Schwarze Frauenorganisation. Um unseren politischen Wirkungskreis zu vergrößern, kooperieren wir mit anderen Organisationen, Projekten und Initiativen. Eine Stärke von ADEFRA war und ist es, bei gemeinsamen Interessen, Bündnisse einzugehen. Einige unserer KooperationspartnerInnen sind:

Orlanda Verlag, Refugees Emancipation, ISD Bund e.V., ISD Berlin e.V., ASU -African Student Union, Heinrich Böll Stiftung, Bundeszentrale für politische Bildung, Rosa-Luxemburg-Stiftung
- (siehe Links).


An dieser Stelle möchten wir auf ein neues und spannendes Projekt aufmerksam machen:

BEST – Black European Studies, Kontakt: piesche@best.uni-mainz.de
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz/ University of Massachusetts, Amherst (Oktober 2004-September 2007)

Randolph Ochsmann (Mainz)
Fatima El-Tayeb (San Diego)
Peggy Piesche (Mainz/ Berlin)
Sara Lennox (Amherst)

Das interdisziplinäre dreijährige Forschungsprojekt zur Geschichte schwarzer EuropäerInnen, angesiedelt an den Universitäten Mainz und Amherst, versteht sich als Beginn einer langfristigen und transnationalen Forschungsinitiative zur Afrikanischen Diaspora als Teil eines innereuropäisches Geschichtsverständnises. Mit Blick auf interdisziplinäre und vergleichende Studien will das BEST-Forschungsprojekt zum einen den Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse auf dem Gebiet einer Jahrhunderte alten Geschichte schwarzer EuropäerInnen fördern und eine stärkere Vernetzung dieser in vielen Disziplinen singulären Forschungsinteressen gewährleisten, und zum anderen eine theoretische und methodologische (Neu)Orientierung auf ein afrikanisches Diasporaverständnis in Europa anstoßen.
Die bereits vorliegenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet schwarzer europäischer Geschichte, die seit den 1980er Jahren vor allem in den Geistes- und Kulturwissenschaften die Wiederentdeckung dieser verdrängten Geschichte in Europa vorangetrieben haben, wurden nicht zuletzt motiviert von der Konstituierung schwarzer Bewegungen in Ländern wie Großbritannien, Deutschland oder den Niederlanden. Diese Forschungen finden jedoch auch immer noch in weitgehender fachlicher wie diskursiver Isolation statt. Ein Bewusstsein der Existenz indigener schwarzer Minderheiten existiert in kaum einem europäischen Land, ein akademischer Austausch war so bisher nur im Kontakt mit us-amerikanischen Diaspora Studies möglich. Sieht man jedoch die Geschichte des schwarzen Europas in seiner Gesamtheit, so zeigen sich neben Differenzen, auf unterschiedlichen Nationalgeschichten beruhend, auch wichtige Gemeinsamkeiten, die zum einen der These der abweichenden Erfahrung widersprechen, zum anderen den Kolonialismus als zentral auch für die innereuropäische Geschichte definieren.